Verfasst von: Bridda | 30.11.2008 (Sonntag)

Britta in Jakarta

Da viele von Euch ja garnicht wissen, dass ich auf Geschaeftsreise war, dachte ich mir, ich schreib euch mal nen Blog eintrag dann wisst ihrs auch. Ausserdem sass ich als ich angefangen hab noch am Flughafen und hab mich gelangweilt, von daher bot es sich an

Also wie kam es jetzt zu dieser Geschaeftsreise? Ich hab Anfang Oktober eine neue Position in meiner Firma angenommen und mit dieser Position ist auch Reisen verbunden. Soweit so gut, also was mach ich jetzt eigentlich? Wir haben eine Zweigstelle in Indonesien, genauer gesagt Jakarta und die muessen ihre Bilanzen und alles ja in Ordnung halten. Und da komm ich ins Spiel. Ich bin dafuer zustaendig den Mitarbeitern in Jakarta zur Seite zu stehen und zu erklaeren, wie das so alles in unserem Buchhaltungssystem funktioniert. Wie man seine Akten in Ordnung haelt etc. Und natuerlich gibt es da viel mit Steuern zu beachten. Vor allem in Indonesien kann es da heiter zugehen. Also auf meiner neuen Stelle mach ich hauptsaechlich das. Unter anderem unterstuetz ich noch meinen Chef, den Finance Manager mit monatlichen Vorstandsberichten und FInanzreporten. Also schoen viele Zahlen 🙂

Und da man Training und eine kleine Revision der Buecher am besten vor Ort macht, bin ich dann zusammen mit meinem Boss Nick letzten Sonntag nach Jakarta aufgebrochen. Bevor ich das aber durfte musste ich zum Arzt, Impfungen und Aufklaerung was mir alles in Indonesien blueht und was fuer kleine Muecken da rumschwirren und was weiss ich nicht. Zusaetzlich hab ich dann noch eine halbe Stunde mit einem Kollegen der staendig nach Indonesin reist geschaeftlich gesprochen um mich irgendwie auf diesen Trip vorzubereiten. Via Singapore gings dann los. Am Sonntag abend sind wir in Jakarta angekommen und standen als erstes mal im Stau zu unserem Hotel, dem Parklane. Was nach einigen Stunden Flug und der erbarmungslosen Schwuele dort (die Regenzeit hat gerade angefangen und Jakarta hat so gut wie nie unter 25 Grad) dazu fuehrte, dass sowohl Nick als auch ich immer wieder eindoesten. Hotel eingecheckt und schon fiel ich in die Federn.

Der naechste Morgen war ja schon beinahe da und um 7.30 hiess es Fruehstueck. Ja, nix mit Urlaub; also ich runter zum Fruehstueck. Was absolut gigantisch war, also da konnte man sich echt nicht beschweren. Leider war Olli von der Idee dass er mir morgens jetzt Pfannkuchen machen soll, nicht begeistert. Mmh – komisch! Und gleichzeitig hatte ich auch meine erste Erfahrung mit indonesischem Servicepersonal. Und das ist dort unbeschreiblich. Die Menschen sind  ueber freundlich. Und nicht ueberzogen. Jeder laechelt und hat ein Spaesschen auf den Lippen. Bei den wirtschaftlichen Zustaenden hier ein Wunder. Wenn man sieht wie manche hier leben und wie die Zustaende hier teilweise sind ist schon erschreckend. Trotz alledem sind allle hier super freundlich. Gut, zugegeben, nachdem sie den ersten Schock meiner Erscheinung ueberstanden haben natuerlich. Grosse blonde Frauen sind hier nicht ueblicherweise auf der Tagesordnung. Und nur um es ein bisschen zu verdeutlichen, Indonesier sind in der Regel fast halb so gross wie ich,. Folglich kam ich mir in jedem Lift und in jedem oeffentlichen Ort wie ein Riese vor. Ja meine indonesischen Kollegen konnten es die ersten zwei Tage auch nicht fassen. Immer wieder durfte ich mir anhoeren : You are so tall….. naja, nach dreissig, ok sagen wir 15 Jahren Erfahrung mit Menschen, die auf meine Groesse reagieren hat mich das auch nicht weiter gestoert. Hat seine Vorteile. Die meisten haben gleich mal mehr Respekt und lassen dich daraufhin in Ruhe. Man wird also am Flughafen nicht von allen umschwaermt weil die meisten eh mit offenem Mund dastehen ;-D Aber wie gesagt, ich bins ja schliesslich gewoehnt.

Also erster Tag im Buero rumgebracht und schon gings abends auf Sighthseeing tour mit Ali, einem unserer Mitarbeiter in Jakarta. Sightseeing in Jakarta macht man im Auto, heisst also im Prinzip man setzt sich ein Ziel wo man hin will, dann ist ueberall Stau, man verfaehrt sich und bekommt alles erklaert was so auf dem Weg ist 😉 Auch nicht schlecht. Fuer mich war es schon eine absolute neue Erfahrung. EIne so ueberfuellte Stadt habe ich noch nicht gesehen und Slums wie es sie hier gibt, waren mir auch bisher fremd. Aber es wurde nichts ausgelassen auf der Tour und die Indonesier reden auch offen ueber die Probleme in ihrem Land und speziell in Jakarta. Also alles in allem sehr interessant.

Die nächsten Tage waren dann ungefähr immer gleich. Morgens gutes Frühstück, dann ins Büro bis spät abends und dann irgendwo essen oder im Hotel. Am letzten Abend haben wir uns dann noch ein Teamdinner gegönnt und schon war eine Woche Jakarta vorbei.

Naja, setzt bin ich wieder in meinem Zuhause angekommen und bin schon froh, wieder in normalen Verhältnissen zu wohnen. Vor allem haben mir meine zwei beiden ja auch gefehlt.
Achja, Bilder folgen hoffentlich noch.


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