Verfasst von: Olli | 21.04.2008 (Montag)

Milford Sound – der 7. und 8. Tag

Olly Früh morgens (ok, doch nicht so früh) gings los, zusammenpacken und alles ins Auto einladen! Die Fahrt von Queenstown zum Milford Sound geht über Te Anau, wer mal auf einer Karte nachschaut wird feststellen, dass das wie ein riesiger Umweg aussieht, gibt aber halt keine anderen Straßen…

Die Fahrt dauert so 6 bis 8 Stunden, je nachdem wie oft und lange man Pause macht. Danke Regen haben wir uns etwas zurückgehalten. 😉

Die Landschaft unterwegs war schon toll, in Te Anau haben wir allerdings nicht viel vom See gesehen, zuviel Regen und Wolken waren dort. Dafür haben wir eine Gruppe gesehen die gerade von einem Trek zurückkam, total durchnässt aber durchaus zufrieden. Tatsächlich muss man für den Milford Sound auf Regen hoffen, nur dann gibt es Tausende Wasserfälle zu sehen, schon wenige Stunden nach dem Regen hören die auf zu existieren!

In Te Anau haben wir dann noch was gegessen und getankt, danach kommt dann nämlich keine Tankstelle mehr! Allerdings sinds dann doch nur gut über 100 Kilometer in eine Richtung.

Unterwegs merkte man dann schon, dass man tiefer in die Berge kam, die Hänge links und rechts wurden immer höher und man sah auch ab und an einen Wasserfall. Was wir nicht wussten war, dass dies nur ein sehr kleiner Vorgeschmack auf das war was noch kommen sollte!

An den Mirror Lakes hielten wir kurz an, allerdings spiegelten die freilich nicht im Regen.

Dann kamen wir auch schon zum Homer Tunnel! Das ist die einzigste Straßenverbindung zum Milford Sound. Ansonsten gibts noch die Möglichkeit den Milford Trek zu machen, eine mehrtägige Wanderung die weltberühmt ist.

Der Tunnel ist 1270 Meter lang, einspurig und hat seit 2004 eine Beleuchtung. Er hat ein extremes Gefälle, und Wasser tropft ständig von der Steindecke herunter. Fühlt sich an wie in einem Stollen! Wir mussten an der Ampel erstmal ein paar Minuten warten, eine Ampelphase dauert 15 Minuten. Die Ampel ist übrigens nur im Sommer an, im Winter ist die Lawinengefahr zu groß um Autos vor dem Eingang warten zu lassen, da kanns dann wohl auch mal zu interessanten Begegnungen von Bussen im Tunnel kommen. 😉

Auf der anderen Seite angekommen gings noch mal ordentlich die Serpentinen runter, links und rechts wieder steile Hänge mit Wasserfällen.

Angekommen wurden wir erstmal von Sandfliegen willkommen geheißen. Das sind kleine Mückchen, sehen aus wie Fruchtfliegen und schwirren ständig um einen herum. Regen stört sie auch nicht übermäßig! Das schlimme daran ist, dass sie beißen. Daher gehört Insektenmittel auch zum Pflichtgepäck! Ebenso wie die Regenjacke freilich!

Wir waren etwas früher dran, also gingen wir noch einen Kaffee trinken. Ja, das geht selbst dort! Kurz darauf machten wir uns dann mit Sack und Pack auf zum Schiff!

Die Übernacht-Schifffahrt

Auf dem Schiff angekommen gings erst mal ins Quartier unter Deck. Die Betten sahen angenehm aus und alles war besser als erwartet auf einem „Hostel-Schiff“. Danach gabs eine kurze Ansprache die Sicherheit betreffend. Dann gings auch schon los!

Kurze Zeit später ankerten wir dann auch schon, und es wurden ein paar Aktivitäten angeboten. Schwimmen war dann für uns keine echte Option, war einfach zu kalt. Naja, mir wars natürlich nicht zu kalt, aber ich musste ja noch meine Augen vor Wasser schützen. 😉

Kajaken war eine weitere Möglichkeit, aber da wird man ja auch nass und somit kalt, und es regnete auch noch, also entschieden wir uns für die Fahrt mit dem Beiboot. Glücklicherweise setzte der Regen genau aus als wir losfuhren. Die Bootsführerin erzählte dann ein paar Dinge über den Milford Sound, wir sahen einen Pinguin, zumindest kurz (manche Mitfahrer hielten es allerdings für eine Ente…) und fuhren dann auch schon wieder zum Abendessen zurück zum großen Schiff!

Wir tranken dann noch ein Bierchen/Weinchen und ließen den Abend ausklingen… Frühstück gabs nur bis 7:00 Uhr!

Am nächsten Morgen also schnell gefrühstückt und schon ging die Fahrt weiter, hinaus in die Tasman See die ganz schön rauh war! Eine kurze Runde gedreht und schon gings wieder zurück.

Die Aussicht bzw. den Milford Sound zu beschreiben ist wirklich schwierig, es ist schon extrem beeindruckend und man kann es nur verstehen wenn mans selbst gesehen hat. Die Bilder zeigen zwar Ausschnitte, können das ganze Panorama aber nicht im Ansatz zeigen. Dennoch lohnt sich natürlich der Blick in die Bildergalerie zum Milford Sound!


Responses

  1. Nächstes mal bitte Panoramabilder machen. Es gibt eine kostenlose Software namens „Autostitch“ die macht aus vielen Einzelbildern automatisch ein Panorama unter Anpassung von helligkeit, Kontrast, Farben, Perspektive und Winkel. Damit kann man sehr leicht (und besonders mit Digitalkamera) Panoramabilder machen.
    Das wäre hier sicher ziemlich geil geworden.

  2. Da hast du Recht, da hatte ich da nicht drangedacht. Werd mir das Autostitch mal anschauen, gerade Kontrast, Helligkeit und Farben sind ja recht schwierig hinzubekommen…


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