Verfasst von: Bridda | 07.08.2007 (Dienstag)

Wellington – der erste Tag

Briddaa Zurück von meinem Ausflug in die Hauptstadt Neuseelands hab ich natürlich viel zu berichten

Am Freitag gings also los auf Tour. Ich hatte mich mit Lucy auf 7 Uhr morgens an den Bahnhof verabredet. Da durfte ich sie dann auch empfangen. Allerdings hatte sie noch einen Rausch, da eine ehemalige Mitbewohnerin am Abend zuvor mit ihr feiern war, hatte 2 Stunden geschlafen und keine Ahnung was sie eigentlich in ihre Tasche gepackt hatte. Wir spekulierten dann auf die Katze als Schwarzfahrer, fanden aber in Wellington raus, dass sie doch die heimische Decke bevorzugt hatte. Dann konnte unser Trip ja losgehen 😉

Die Zugfahrt

Nachdem uns die Zugmanagerin (sehr altmodisch mit Stift und Papier) unsere Sitze zugeordnet hatte, sassen wir dann in ziemlich bequemen Sitzen auf dem Weg Richtung Süden. Nach circa 1 1/2 Stunden hatten wir dann auch schon die ersten Probleme. Abgesehen von meinen bereits vorhandenen, eine normale Unterhaltung mit Lucy zu führen (nein, nein, Spass, so schlimm wars nicht). Die Signale des Zuges auf die Schienen funktionierten aufgrund eines Sturmes nicht richtig und so mussten die Zugbegleiter wie in alten Zeiten raus und manuell die Schienen einstellen. Sehr schön. Was dann zu einer Verspätung von 2 Stunden führte. Grundsätzlich nicht sooooo dramatisch wenn nicht die Zugtour sowieso schon 12 Stunden gedauert hat. Also flog dann Neuseelands Nordinsel an unseren extragrossen Panormafenstern vorbei. Ein Glück waren die Sitze richtig geil bequem, von daher kein Problem. Vorbei an grünen Wiesen, Bergen und das Rimaru Spiral hinauf zum Nationalpark. In der Nähe ist übrigens Mt Doom (bekannt aus Herr der Ringe) gefilmt worden.

Ich löse all deine Problem während einer Zugfahrt

Lucy und ich gaben dann am Ende der Zugfahrt den Namen: Ich löse all deine Probleme während einer Zugfahrt. So wars dann auch. Wir haben so viel gequatscht, dass wir beide am nächsten Morgen das Gefühl hatten, wir waren auf einem Konzert und haben die ganze Nacht rumgeschrien. Leider konnten wir unser Probleme nicht alle lösen, aber naja. Auf jeden Fall sind wir beide zu dem Ergebnis gekommen, dass wir ja doch nicht für immer einfach nur herumreisen können. Ja, interessanterweise kommt dann doch die Realität netterweise wieder zurück und die ganz normalen Abläufe erscheinen doch nicht mehr soooo dramatisch. Trotzdem hab ich mich noch nicht damit abgefunden, und werde wohl nie aufhören, meine Träumereien zu geniessen. Und auch Lucy’s Probleme konnten wir leider nicht wirklich lösen. Naja, wir arbeiten dran 😉

Unser Hostel

Irgendwann gegen 21:30 kamen wir dann endlich in Wellington an. Ab gings zum Hostel und kurze Zeit später hatten wir eingecheckt, gegessen und sassen in einem Irish Pub vor unserem Drink. Da wir aufgrund der achso „kurzen“ Zugfahrt und beiderseitigen frühen Aufstehen ziemlich erledigt waren, haben wir uns dann eigentlich recht früh auf den Heimweg gemacht. Um die Ecke bewaffnet mit M&Ms und einer Cola entdeckten wir dann dass die Feuerwehr vor unserem Hostel Quartier bezogen hatte und alle Hostelbewohner auf der anderen Strassenseite standen. Lucy verlor daraufhin die Farbe im Gesicht und stotterte nur noch „Ohje, ich hab den Heizlüfter angelassen, hab ich?“ Ok, als wir dann zwei Typen gefragt haben, was passiert ist und sie gemeint haben irgendein Idiot hat den Heizlüfter angelassen, musste ich sie dann fast festhalten (Riechsalz wäre hier übrigens angebracht gewesen).

Zum Glück wars 4 Zimmer weiter aber daraufhin durften wir dann auf unserem Level wie in einem Holzofen leben. Zumindest schlich dieser nette Duft über den ganzen Gang. Die armen zwei Kerle waren auch noch unterwegs, kamen dann gegen 4 Uhr zurück ins Hostel zu dem ausgeräucherten Zimmer.. Nicht sehr schön.. Aber ganz ehrlich, wer ein Handtuch über dem Heizlüfter trocknen will, ist irgendwie selber schuld. Naja,Lucy hatte dann ziemlich schnell Farbe im Gesicht und wir konnten uns der ersten Nacht in Wellington widmen.


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