Verfasst von: Bridda | 09.06.2007 (Samstag)

Nach, in und um Taupo herum

Briddaa Hallo alle zusammen,

nun kommt noch unser Bericht von unserem letzten Ausflug am ersten Juniwochenende. Am Freitag gings los. Und da wir wie immer nicht früh genug loskamen standen wir erstmal im Stau. Aber da ich das ja von meinem täglichen Weg zur Arbeit schon gewohnt bin, war das kein Problem. Olli war halt ein bisschen irririert, aber naja 😉 Red Bull und Rumgequatsche haben dann doch die benötigte Ablenkung besorgt 😉

Irgendwann sind wir dann auch in Matamata angekommen, wo wir in einem Holidaypark eine Cabin reserviert hatten für die Nacht. Tatsächlich wäre das nicht sooo nötig gewesen, da Taupo nur rund 4 Stunden Fahrt weg ist, aber entspannter wars dann schon. Am nächsten Morgen sind wir mit einem Prasseln auf dem Dach aufgewacht, da es aus allen Eimern geschüttet hat. In Flipflops zur Toilette hab ich mich dann zurückversetzt gefühlt in gute alte Campingzeiten 😉

Bevor wir weiter nach Taupo losgezogen sind, haben wir dann aber natürlich die obligatorischen Fotos von Hobbiton, wie Matamata auch genannt wird seit hier die Filmarbeiten zum Herr der Ringe Film teilweise stattgefunden haben, gemacht. Auf dem Weiterweg hatten wir dann noch einen nicht so schönen Zwischenfall. An einer grösseren Kreuzung waren wir das zweite Auto hinter einem schweren Unfall. Glücklicherweise (oder skurillerweise) hatte ich am Donnerstag zuvor einen 1. Hilfe-Kurs besucht und somit hatte ich den genauen Ablauf noch im Kopf und hab mich dann gleich auf den Weg zur Unfallstelle gemacht. Mehr als bei den Verletzten bleiben (die Frau war im Auto eingeklemmt) und sie beruhigen (was ich dann zusammen mit eineranderen Frau, die Krankenschwester war) konnte ich dann eh nicht machen. Wir haben dann gewartet bis die Rettung da war und sind dann weitergefahren. DIe Krankenschwester (eine Pazifik-Islanderin) hat mir dann noch gesagt, dass ich gesegnet wäre und sie mich unbedingt treffen will (wenn wir mal nach Wellington runterkommen). Sehr, sehr gespenstisch. Ich hatte eine halbe Stunde später irgendwie immernoch nicht ganz begriffen was da abgegangen war, aber naja.

Ok, nach diesem Schock gings weiter Richtung Taupo und wir haben an dem Prawn-Park der Hukafalls Halt gemacht. Dort werden Riesengarnelen gezüchtet und wir haben uns erstmal eine Platte für zwei reingezogen und noch ein Dessert hinterher. Durch die geothermischen Aktivitäten in dierser Gegend riecht es da irgendwie wie faule Eier. Sehr, sehr seltsam. Nach dem Essen gings dann auf zu einer Runde Killer Prawn Golf. Da kauft man 10 Golfbälle und darf dann in die Garnelenfelder schiessen 😉 Man kann so eine Farm halt schon aufziehen, dass es richtig Spass macht, da zu halten 😉 Satt und gut gelaunt gings dann weiter zu einer Imkerei, die einen intakten Bienenstock im Display haben und allerlei Zeugs rund um Honig produzieren. Dann gings weiter nach Taupo….

Als wir unser Hostel bezogen hatten, haben wir uns dann aufgemacht, ein Kaffee am Tauposee zu finden. Ollis Kaffeenase hat uns dann auch gleich in die richtige Richtung gelotst (die Bilder sprechen ja für sich) und wir haben den atemberaubenden Blick über den See genossen. Abends sind wir dann schön essen gegangen. Nachdem uns ein typischer Touri-fehler passiert ist. Die All Blacks (die Rugby-Nationalmannschaft, was so ungefähr der Fussballnationalmannschaft in Deutschland entspricht, aber eigentlich noch viel bedeutender) hatte ein Testspiel gegen Frankreich. Somit war in den ganzen Lokalitäten Hochbetrieb und wir haben dann doch noch einen Tisch ergattert. Nach de leckeren Essen gings dann noch auf in den irischen Pub auf einen Drink und schwups zurück ins Hostel.

Der nächste Morgen war sonnig und somit haben wir uns frohen Mutes auf den Weg zu unserem Ausritt mit den Taupo horse-treks gemacht. 2 Stunden durch den Wald und an die Craters of the moon, die ein Zeichen der geothermischen Aktivitäten in der Gegend sind. Pferd zugeordnet, Helm rausgesucht und aufgesattelt war. Olli und ich hatten einen Heidenspass. Vom Schritt gings in den Trab bis zum Galopp. Ein Rumgehoppel war das, nicht normal 😉 Aber soviel Spass hats gemacht, Berg rauf und runter durch den Matsch etc. Volles Programm!Danach mussten wir dann aber erstmal unsere Engergiereserven auffüllen und sind im guten alten Mäcci eingekehrt. Wir hatten ja keine Zeit. Die nächste Attraktion hat ja schon auf uns gewartet sozusagen 😉 Fertig gerichtet gings dann zu unserem Maori-Kultur-Abend bei den Wairakei-Terraces.

Dort wurde dann aus unserer Gruppe Kevin aus Australien als unser Häuptling bestimmt und dann gings los zur Zeremonie, um den Stamm kennenzulernen. Oder zumindest die, die ihn repräsentieren. Nach altem Brauch wurden wir dann herausgefordert (ein Drohen, das klarstellen soll, ob Freund oder Feind), mussten singen und uns stammesgemäss hinter Kevin aufreihen. Nach der typischen Maori-Begrüssung (Nase und Stirn aneinander) gings los zur Führung durch das Gelände. Vorbei am Geysir und den Terassen, die eine Nachbildung der alten Terassen sind. Aufgrund der gerothermischen Aktivitäten kamman auf die Idee, hier ein Energiekraftwerk hinzustellen und die Natur zu nutzen. Dadurch konnten die Terassen nicht erhalten werden, sind praktisch ausgetrocknet. Der Maori-Stamm in dieser Gened hat es sich dann zur Aufgabe gemacht, dies wiederherzustellen und seit 4 Jahren sind diese Terassen nun für Besucher geöffnet. Der Geysir wird durch das nahegelegene E-werk betrieben und laut Vertrag macht es das noch für einige Jahrzehnte. Sehr, sehr cool.

Das Ende der Führung landete dann sozusagen im Esszimmer mit einem traditionellen Hangi (Fleisch und Gemüse wird im Boden eingegraben und mit aufgeheizten Vulkansteinen bedeckt und so für 3-4 Stunden geschmort). Yummy! Das war lecker und so zartes Fleisch. Zusätzlich gabs dann eineVorführung der Maoris mit alten Tänzen und Gesängen. Olli durfte dann auch zusammen mit einigen anderen teilnehmen und durfte eine Runde tanzen 😉

Spass hats gemacht und echt beeindruckend wars zudem. Die Tatsache, dass die Maori-Kultur hier zum Anfassen ist und dadurch dass sie sehr stolz auf ihre Kultur sind und sie allen zeigen wollen, bekommt richtig tolle Informationen. Und hat irgendwie nicht das Gefühl, ein Eindringling zu sein. Tatsächlich ermuntern die Maoris einen immer, mehr herauszufinden, zu fragen und soviele Fotos zu schiessen wie gewollt und unsere Erfahrung weiterzutragen und zu erzählen.

Die Gegend um Taupo hat uns dann aber auch mal wieder vor Augen geführt, dass es in Neuseeland durchaus auch kälter werden kann. Wenn man dann wieder zurück ins milde Auckland kommt, fällt einem auf, wie warm es hier doch ist 😉

Den „Rheinfall“ von Neuseeland haben wir dann vor unserem Heimweg auch noch angeschaut. Beeindruckende Wassermassen, die der Waikato-Fluss da herunterschiesst! Aberschaut Euch am besten einfach die Bilder an. Ist einfacher 😉

So, daheim angekommen, haben wirs uns dann erstmal auf unserer Couch gemütlich gemacht und den Montag ausklingen lassen. War nämlich Feiertag, der Geburtstag der Queen! Zumindest wird er da gefeiert, in Wirklichkeit hat sie im April.

So, das wars mal fürs erste… Ich werde vielleicht nächste Wochen nochmal was schreiben. Mehr was wir hier gerade so tagein tagaus machen 😉

Hab Euch alle lieb, drück Euch ganz fest..

Britta

P.S. Hier noch eine Karte!


Antworten

  1. […] wir Probleme mit unserer bzw. Brittas Digitalkamera hatten, haben wir uns dazu entschlossen eine neue zu kaufen. […]


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