Hier mal ein kleiner Bericht über meine Augen OP.
Angefangen hats mit dem rechten Auge, die OP war am 12.02.2008, ich musste dort um 7:00 Uhr morgens antanzen. Da Britta mich fahren musste war es eine relativ kurze Nacht für uns beide. Angekommen musste ich erst mal unterschreiben, dass ich damit einverstanden bin im Zweifelsfall zu sterben. Oder so ähnlich, dieses Palaver hat man ja bei jeder Operation. Dann musste ich noch bezahlen und schon gings los.
Das Auge wurde noch mal untersucht, Blutdruck gemessen, und ich bekam insgesamt 20mal oder öfters Tropfen rein. Dann gabs noch ne Valium und eine Tablette die dafür sorgt, dass der Augeninnendruck nicht zu sehr ansteigt. Die Valium gabs damit ich den Tag über eher schläfrig und müde bin da ich quasi nicht viel machen können würde. Ich bekam auch noch so Überzüge über die Schuhe.
Dann hat der Doktor auf dem Auge ein paar Dinge eingezeichnet, mit so einem Art augenfesten Kugelschreiber. Etwas seltsames Gefühl, mein Auge war aber bereits betäubt, mit irgendwelchen dieser Tropfen eben.
Dann gings in ein Wartezimmer, und nach kurzer Zeit auf eine Liege. Da bekam ich so einen Pulsmesser an den Finger, mehr Tropfen und schlussendlich wurde mein Kopf mit so Packetklebeband an der Liege befestigt. Kurz darauf gings dann auch schon los, hineingeschoben in den OP Saal. Da gabs dann noch so ne Ganzkörperabdeckung für mich, also nein, kein schwarzer Sack mit Reissverschluss.
Was dann passiert ist etwas schwer zu beschreiben da ichs ja nur durch das zu operierende Auge gesehen hab und nur ahnen kann was wirklich los war.
Ich bekam Sauerstoff unter die Abdeckung und einen andere Pulsmesser an den Finger. Das ist so ein Teil das in Filmen dann bei OPs oft in einem Dauerton endet. Bei mir nicht, zum Glück!
An das Auge kam so eine Klammer die es offenhält, und ständig wurde Flüssigkeit zum Desinfizieren und säubern reingekippt. Viel zu sehen war nicht, ich musste nur immer ins helle Licht schauen. Das am Ende des Tunnels wars aber nicht. Ich sah dann ab und zu Haken und so Zeugs, das war schon ein bisschen beängstigend. Gegen Ende (ging ja nur knapp 15 Minuten) musste ich dann mal nach rechts und nach oben und unten schauen. Und das wars dann auch schon! Ich wurde rausgeschoben, all das Zeug wurde von mir entfernt und ich durfte mich in einen Sessel setzen. Da bekam ich dann einen Kaffee und Kekse und mir wurde erklärt was für Tropfen ich wann zu nehmen habe, und welche Pillen ich wann und wie oft nehmen muss und/oder darf.
Dann bekam ich einen durchsichtigen Augenschutz, den musste ich bis zum nächsten Morgen drauflassen. Daraufhin ging ich raus zu Britta und wir fuhren heim. Da legte ich mich erstmal hin für ne Stunde oder so, und kurz darauf gings zur Nachuntersuchung wieder hin. Bei der Untersuchung wurde festgestellt, dass der Augendruck zu hoch ist, und ich bekam diese ekligen Tropfen die die Iris groß bzw. die Pupille klein machen. Von denen bekommt man Kopfweh, fühlt sich an wie ein Kater. Alles andere war gut, also gings wieder heim, ich legte mich hin und Britta ging arbeiten.
Abends noch was gegessen, bisschen ferngeschaut (mit meistens geschlossenen Augen) und dann gings auch schon wieder ins Bett. Am nächsten morgen dann erstmal die Schutzkappe weggemacht, Pillen und Tropfen genommen (die ersten zwei Tage ist es die reinste Hölle die Tropfen zu benutzen, fühlt sich an wie wenn man Salz in eine Wunde tut, und die Wunde eben im Auge ist). Das Auge war immer noch etwas geschwollen, die Sicht war aber schon ziemlich gut!
Um 9:30 Uhr war dann auch schon die nächste Nachuntersuchung. Da war alles gut, nach keinen 5 Minuten gings wieder heim. Ich hab dann von daheim gearbeitet und Britta ging ins Geschäft.
Bis zur nächsten Operation hatte ich im linken Auge dann immer meine alte Kontaktlinse, das ging eigentlich relativ gut. Donnerstag und Freitag ging ich schon wieder normal ins Geschäft.
War recht lustig morgens da ich ja plötzlich alles gesehen hab, mit einem Auge halt.
Am nächsten Dienstag, 19.02.2008 um 10:30 Uhr (war eigentlich auch auf 7:00 angesetzt aber dann verschoben) war dann die nächste OP. Der Ablauf war wie beim rechten Auge, nichts neues. Da ich diesesmal allerdings schon wusste was mich erwartet war die OP selbst doch etwas unangenehmer. Es sind zwar keine echten Schmerzen die man fühlt aber der Druck und das Gefühl, dass da halt im Auge rumgewurschtelt wird ist schon nicht so toll. War aber auch nach keinen 15 Minuten vorbei, und bei dem Auge gabs auch keine Probleme mit dem Innendruck.
Die Nachuntersuchung war dann auch am nächsten Tag, da war auch alles gut, und so konnte ich dann auch den Aufenthalt von Manuel und Tanja und unseren gemeinsamen Urlaub auf der Südinsel geniessen, ganz ohne Brille und Kontaktlinsen!
Jetzt ists ja schon nen Monat her, morgens ists aber immer noch jedes mal etwas überraschend aufzuwachen und einfach alles zu sehen. Letztes Wochenende war ich dann auch schon im Meer schwimmen und schnorcheln und konnte alles einwandfrei sehen, so solls ja sein!
Natürlich können meine Augen (wie bei jedem anderen) wieder schlechter werden, also ich kann wieder kurzsichtig oder auch weitsichtig werden, vor der Altersfehlsichtigkeit bin ich natürlich auch nicht verschont. Bis dahin ists aber noch ne Weile! So stark fehlsichtig wie ich davor war werd ich allerdings nicht mehr, und ich hab ja auch die Möglichkeit die momentanen Linsen gegen andere austauschen zu lassen, falls nötig. Das wäre natürlich wieder mit Kosten verbunden, aber darüber brauch ich mir ja jetzt keine Gedanken machen. Brille und Kontaktlinsen kann ich natürlich auch wieder benutzen, falls nötig.
Falls irgendwer Fragen hat, nur zu.